Herzhafter Hefeteig (Grundrezept)

Einer meiner Lieblinge ist der Hefeteig. Er ist wunderbar wandelbar und ich habe sehr viel Spaß dabei ihn herzustellen. Mir ist es unerklärlich, dass einige Menschen Probleme haben einen Hefeteig herzustellen. – Das mag aber daran liegen, dass Hefeteig und ich ganz dicke sind.
Ich schränke mal ein: Hefeteig mit frischer Hefe. Trockenhefe und ich sind dann mal nicht so dicke miteinander. – Hier erlebe ich wohl einen Generationensprung. Bei meiner Ma war es genau anders herum. Sie und Hefeteig konnten prima, wenn sie ihn mit Trockenhefe gemacht hat – aber wehe, wenn sie frische Hefe in die Hand nahm.
Die Schwiegermama in spe meint generell den Kriegspfad zu betreten, wenn sich ihr Hefe nähert. Lassen wir uns einmal überraschen ob es nicht doch klappt. Hier die Zutaten und meine Zubereitung!

Hefeteig

Die Zutaten:

500g Mehl (Weizen oder Dinkelmehl)
10 ml Öl
15g Salz
½ Würfel Frischhefe
25g Zucker
300ml Wasser

Die Zubereitung:

  • Das Mehl, Salz und Öl in eine Rührschüssel geben.
  • Zucker in das lauwarme Wasser geben und dann den Hefewürfel darin auflösen.
  • Nach 5 Minuten sollten die ersten Zeichen erkennbar sein, dass die Hefe mit ihrer Arbeit begonnen hat. Nach ca. 10 Minuten sollten sichtbare Blubberblasen zu sehen sein. Dann
  • das Hefewasser in die Schüssel geben.
  • Den Teig ca. 10 Minuten (erst langsam die Zutaten vermischen und dann etwas kräftiger) kneten. – Früher habe ich den Teig nach dem Motto Power bringt Kraft geknetet, heute quäle ich die Maschine nicht mehr so und lasse ihn dafür lieber eine Minute länger kneten.
  • Den Teig – mit einem Tuch abgedeckt – an einem warmen, durchfugsfreien Ort gehen lassen. Wenn er sich verdoppelt hat kann er weiter verarbeitet werden.

Dieses Rezept nutze ich für Pizza, Brot und Brötchen, Pasteten – sprich allen Gerichten mit herzhaften Hefeteig.

Varianten:

  • Den Teig nach dem Kneten einfach in eine gefettete, bemehlte Kastenform geben, gehen lassen, bei 160°C ca. 30 Minuten backen
  • Zwiebelbrot: 100 g Röstzwiebeln in den Teig (von Anfang an) einarbeiten.
  • Käsebrot: Den Teig in der Kastenform mit Käse belegen und nach dem gehen backen.
  • Tomaten- Olivenbrot: Getrocknete Tomaten und Oliven kleinschneiden und mit unter den Teig kneten.
  • Brötchen: Nach dem Kneten den Teig in ca. 80g große Teile teilen, wie einen Kloß formen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, 20 Minuten gehen lassen, mit einem scharfen Messer oben einschneiden, bei 180°C ca. 15 – 20 min backen.

Tipps rund um den Hefeteig

Die Vielfalt geht schon mit dem Mehl los. Er lässt sich super aus Weizenmehl (Typ 405) oder Dinkelmehl machen. Auch die höher aus gemahlenen Vertreter eignen sich. Selbst die Mischung mit Maismehl, Buchweizenmehl und andern sind in der Regel kein Problem. Ich achte darauf, dass immer ein Mehl mit geringer Typenzahl anteilig dabei ist, damit der Teig etwas zu futtern hat und er prima geht.
Da ich die Hefe meistens aus dem Kühlschrank hole nehme ich Wasser, dass wärmer als lauwarm ist. Die kalte Hefe kühlt das Wasser dann auf passende Temperatur herunter.
Man kann den Hefeteig prima am Abend vorher machen und dann in einer verschlossenen Schüssel in den Kühlschrank stellen, dann geht er langsamer und ist am folgenden Tag dennoch so gut aufgegangen, dass man ihn gleich verarbeiten kann.
Ich erlaube mir jedoch ihn vorher aus dem Kühlschrank zu nehmen und warm werden zu lassen.

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